Trotz Saisonabbruch wegen Coronavirus: Pfäffikerinnen steigen auf!

!! Wir gratulieren herzlich und sind stolz auf Euch !! Super gmacht !

Die Volleyballerinnen des VBC Pfäffikon können sich auf eine 2.-Liga-Saison vorbereiten. Und suchen dafür einen motivierten Trainer.

Das Saisonende war abrupt für die 3.-Liga-Spielerinnen des VBC Pfäffikon. Bloss vier Stunden vor ihrem zweitletzten Spiel brach der Verband wegen der Coronavirus-Krise alle Meisterschaften per sofort ab. So konnten sich die Höfnerinnen den 1. Tabellenplatz sportlich nicht mehr erkämpfen – einen Punkt aus zwei Partien hätten sie dafür noch gebraucht.

Es herrschte Ungewissheit im Team, was die Konsequenzen dieses vorzeitigen Saisonendes sind. Viele Fragen stellten sich. Primär jene des möglichen – und von den Pfäffikerinnen angepeilten – Aufstieges. Das Interesse dafür hatten sie beim Regionalverband GSGL bereits platziert.

Der GSGL liess sich mit der Entscheidung zwei Wochen Zeit. Vor allem, weil man abwarten wollte, wie Swiss Volley mit der Situation umgeht. Der nationale Verband teilte seine Entscheidungen Ende letzter Woche mit. Swiss Volley verzichtete grösstenteils darauf, sowohl Meister als auch Auf- und Absteiger auszurufen. Als Ausnahme entschied der Zentralvorstand, dass einzig von der 2. in die 1. Liga die berechtigten und angemeldeten Teams aufsteigen, damit alle Plätze in den 2.-Liga-Gruppen besetzt sind.

Dieser Entscheid hat Auswirkungen auf die 2. Liga in den Regionen. Swiss Volley betonte, dass die Regionalverbände grundsätzlich autonom über ihre Meisterschaften entscheiden können – erwähnte aber, dass man sich auch an den Überlegungen der nationalen Ligen orientieren könne.

Und jetzt kommt die gute Nachricht für den VBC Pfäffikon: Der GSGL ist nicht den Vorgaben von Swiss Volley gefolgt. Bedeutet: Sie haben sich für einen direkten Aufstieg der Höfnerinnen in die 2. Liga entschieden!

Dies obwohl der VBC Pfäffikon zum Zeitpunkt des Saisonabbruchs «nur» auf dem 2. Platz lag. Der Grund: Die Leaderinnen aus Walenstadt hatten dem GSGL schon länger mitgeteilt, dass ein Aufstieg für sie kein Thema ist. Somit kamen die zweitplatzierten Höfnerinnen zum Zug. Da es von der nationalen, 1. Liga keine Absteigerinnen gibt, bleiben grosse Verschiebungen in den Regionalligen aus.

Somit gab es auch im GSGL keinerlei Konflikte. «Der GSGL-Vorstand sieht daher keinen Anlass, die vergangene Saison nicht zu werten. Im Gegenteil, wir gehen davon aus, dass das für die Vereine eine grosse Enttäuschung wäre und alle mit dem Abschluss der Saison, wie wir ihn nun beschlossen haben, zufrieden gestellt werden können», schreibt Nicole Späni, GSGL-Meisterschaftsleiterin.

Was bedeutet dies nun für die Pfäffikerinnen? Nach der ersten Freude über den erreichten Aufstieg warten – wie schon nach der vorletzten Saison – zahlreiche Herausforderungen. Das Team muss mit Spielerinnen aufgestockt werden, die sich fürs 2.-Liga-Niveau eignen. Der Trainingsaufwand sollte erhöht werden. Und die wichtigste Pendenz: Die motivierte Mannschaft ist auf der Suche nach einem ebenso motivierten Trainer.

Nicole Vandenbrouck

Coronavirus beendet vorzeitig Saison 2019/2020

Mit schweren Herzens musste Swiss Volley heute entscheiden die Meisterschaft per sofort abzusagen.

Die Frage bezüglich der Rangliste und dem Auf-/Abspiel wird in der kommenden Woche evaluiert. Bis dahin können keine konkrete Angaben gemacht werden.

Unsere internen Events und Trainings werden bis zum 11. Mai 2020 eingestellt.

Die geplante Schwyzer Kantonalmeisterschaft vom 28./29. März 2020 wird nicht durchgeführt.

Blibet Gsund!!

Entschlossen stark und ungeschlagen

Für den Sieg gegen die Verfolgerinnen aus Walenstadt packen die Pfäffikerinnen ihr bestes Volleyball aus.

Den Höfnerinnen war bewusst: Wollen sie die Chance auf einen allfälligen Aufstieg wahren, müssen sie gegen Walenstadt gewinnen. Die St. Gallerinnen entpuppen sich als hartnäckige Verfolgerinnen in der Tabelle, gegen die die Pfäffikerinnen im Hinspiel mit Ach und Krach im Tiebreak gewonnen hatten.

Fürs Rückspiel hatten sie sich dementsprechend viel vorgenommen – und wurden von ihren Gegnerinnen im Startsatz auf den Boden der Realität zurückgeholt. Nach einem vielversprechenden Beginnen wurden die Höfnerinnen plötzlich abgehängt. Sie hatten ihre liebe Mühe mit der Lautstärke der gegnerischen Fans sowie den hart geschlagenen und vor allem langen Angriffsbällen. Das klare Verdikt: 13:25.

Damit mussten sie zuerst mal klar kommen – aber taten dies erstaunlich schnell. In der Abwehr fanden sie sich immer besser zurecht, verteidigten immer besser, und die positive Kettenreaktion stellte sich prompt ein: präzise Annahme, optimales Zuspiel, starke Punkte. Auch den angestrebten Druck im Service hielten die Höfnerinnen hoch, so dass die St. Gallerinnen ihr Spiel nicht mehr so einfach aufziehen konnten wie noch im Startsatz.

Weil sich im dritten Satz wieder mehr Eigenfehler einschlichen und hinter alle Bälle nicht mehr der nötige Druck gebracht werden konnte, entwickelte sich ein umkämpftes Spiel. Doch in der Schlussphase bewiesen die Pfäffikerinnen ihre Entschlossenheit und schalteten einen Gang höher, entscheidende Bälle versenkten sie effizient zum 27:25-Satzsieg.

Damit war die Gegenwehr etwas gebrochen, dieses knappe Satzende mussten die St. Gallerinnen zunächst verkraften. Sie fanden aber kaum mehr zu ihrem Spiel zurück, und da liessen es sich die erneuten Leaderinnen nicht entgehen, ihre Leistung hochzuhalten und durchzuziehen.

Dank dem besten Spiel der Saison wahrt der VBC Pfäffikon seine Ungeschlagenheit in dieser Saison. Noch stehen zwei Partien an, eine Doppelrunde sozusagen: Am Freitag, 13. März, auswärts in Jona, und am Samstag, 14. März, wird die Meisterschaft abgeschlossen mit dem Derby gegen March 2 (13.00 Uhr, Turnhalle Steg, Pfäffikon). (van)

VBC Walenstadt – VBC Pfäffikon 1:3 (25:13, 20:25, 25:27, 16:25)

Berschis – SR: Michael Loop – 83 Minuten

Pfäffikon: Vandenbrouck, Kuster, Schuler, Pfyl, Feusi, Räber, Hohl, Morf, Peeters.

Pfäffikerinnen wahren Ungeschlagenheit

Auch das zweite Derby gegen March 1 entschieden die Höfnerinnen mit 3:0 für sich. Diesmal noch deutlicher, wie die Satzresultate zeigen.

Im Startsatz dauerte es jedoch einige Ballwechsel, bis die Spielerinnen des VBC Pfäffikon sich in der ungewohnten Aufstellung zurecht fanden. Dann jedoch nahmen sie Fahrt auf und buchten Punkt um Punkt. Über den ganzen Dreisätzer hinweg zeigte sich, wie spielentscheidend gute Service sein können.

Denn mit druckvollen Angaben drängten sie die Märchlerinnen dermassen in den Rückraum, dass das Zuspiel und Angriffe nur schwierig möglich waren. So gerieten die Höfnerinnen kaum je unter Druck. In jedem der drei Sätze legten sie sich mit Service-Serien ein Punktepolster an, das für die Gegnerinnen zur zu grossen Hypothek anwuchs. In Satz Nummer 2 und 3 gaben die Pfäffikerinnen nicht einmal die Führung preis, was die Entschlossenheit und den Einsatz in den Angriffen nur noch förderte. Und auch die Eigenfehler-Quote hielten sie tief.

Es resultierte ein ungefährdeter Sieg, der den VBC Pfäffikon wieder an die Tabellenspitze hievt. Dort grüssen die Höfnerinnen als noch ungeschlagenes Team, das erst fünf Sätze abgegeben hat.

Zum Spitzenkampf mit den Verfolgerinnen in Walenstadt kommt es am Mittwoch, 19. Februar, auswärts. (van)

VBC March 1 – VBC Pfäffikon 0:3 (12:25, 16:25, 14:25)

MPS Siebnen – SR: Joanna Mazzoleni – 52 Minuten

March: Herrsche, Hug, Stadler, Rechsteiner, Oswald, Ziltener, Egli, Stäuble, Baldauf.

Pfäffikon: Vandenbrouck, Kuster, Schuler, Hohl, Maissen, Räber, Pfyl, Peeters, Morf.

VBC Pfäffikon überrascht Leader biogas volley Näfels

«Geili Sieche» wenn das der Coach Daniel Schuler sagt, muss etwas Spezielles vorgefallen sein. Und tatsächlich – die Pfäffiker fügten den bis anhin ungeschlagenen Gästen nach einem spannenden Spiel die erste Saisonniederlage zu. Dazu haben auch die von Assistenz-Trainer Roman Brunschwiler mit Glocken ausgestatteten Fans ihren Teil beigetragen.

Der Reihe nach:

Zu siebt begannen die favorisierten Näfelser und zeigten gleich, dass sie keine Geschenke verteilen wollten. Mit 12:14 legten sie vor. Dann holten sich die Pfäffiker das Servicerecht zurück und Passeur Thomas Hofmann durfte bis zum 16:14 den Ball ins Spiel bringen. Dieser Vorsprung hielt leider nur für kurze Zeit. Näfels kam mit starken Angriffen zurück und bei 21:22 nahm Coach Schuler ein Time out. Nach den zuletzt guten Matches galt es einfach die Ruhe zu behalten und auf die eigenen Stärken zu vertrauen. Es wirkte: bei 26:25 folgte der 1. Satzball. Wie so oft in diesem Satz schwappte das Pendel wieder auf die andere Seite und Näfels bejubelte den ersten Teilerfolg.

Motiviert durch den knappen Ausgang begann für die Heimmannschaft der 2. Satz vielversprechend. Severin Pfister setzte eine Serie von 6 präzisen und harten Services dem Gegner ins Feld. Dies war zuviel für die Gäste. Bei 8:6 nahm nun Näfels das erste Time out. Was dann folgte, ist schnell erzählt und endete mit dem 2. Satzverlust für die Pfäffiker mit 16:25. Wohl doch etwas übermotiviert gewesen? Schlechtere Abnahmen, ausbleibende Durchschlagskraft im Angriff, Servicefehler, Löchder im Block – so wird das nichts.

Weil Aussenangreifer Manuel Hiestand von einem gegnerischen Angriff hart im Gesicht getroffen wurde, durfte Junior Marius Inglin seinen Platz einnehmen. Und obwohl noch wenig Spielpraxis, machte er seinen Job sehr gut. Dieses Lob galt sicher auch für den ebenso jungen Mittelangreifer Alessio Züger, der ab dem 3. Satz immer besser ins Spiel kam und auch mit erfolgreichen Blocks wertvolle Punkte für die Pfäffiker holte. Beide spielen ihre erste Saison und sind schon ein wichtiger Teil der Mannschaft. Mit ihnen kämpfte die ganze Mannschaft mit vollem Herzblut und kein Ball wurde aufgegeben. So rettete Libero Silvio Schuler mehrere Male mirakulös und das Blockspiel wurde immer besser. Das führte zu einem Kopf-an-Kopf-Spiel mit leichtem Vorteil für Näfels, welche sich gegen Satzende mit 23:20 doch schon gefährlich absetzen konnten. Aber dann kam wieder Pfister an den Service und stellte die Sache klar, unter anderem auch mit einem As. Der 3. Satz gehörte Pfäffikon.

Dann folgte gleich der nächste Streich – und wie. Über die Mitte knallte Kevin Allemann den Ball ohne Gnade ins gegnerische Feld und am Block war er immer wieder Endstation für den gegnerischen Angreifer. Aber auch die anderen Spieler wurden von Passeur Hofmann präzis und immer wieder für den Gegner überraschend eingesetzt. Ohne Hänger marschierte Pfäffikon vorwärts und war im 4. Satz deutlich überlegen. Ein tolles Gefühl, dem Gegner die höchste Satzniederlage der Saison beizufügen.

2:2 Satzausgleich, aber noch nicht der Sieg. Und die Gäste wollten auch keine Geschenke verteilen, weshalb sich ein äusserst umkämpfter, hochstehender Kampf um die Punkte entwickelte. Trotz guten Abnahmen konnte Pfäffikon zu Beginn nicht davon profitieren und machte im Gegenteil die Näfelser wieder stärker. Genug für den Coach, bei 2:5 nahm er zuerst ein Time out und wechselte gleichzeitig wieder Hiestand ein. Diesem gelangen dann zwei herrliche Angriffe, besonders erwähnenswert die schöne Finte zum 4:5. Nun kippte das Momentum wieder auf die Seite der Heimmannschaft und bei 8:7 wurden die Plätze ein letztes Mal gewechselt. Diese Führung wurde dann nicht mehr aus der Hand gegeben. Gelang Näfels mal Punktgleichstand, wurde mit dem nächsten Spielzug gleich wieder vorgelegt. Dann 15:14 – Hiestand am Service – 2. Matchball für Pfäffikon. Schöne Abnahme der Gäste, überraschender Pass nach aussen, wo Stephan Morf den Gegner nun alleine blocken muss. Aber wie: mit einer ‘Wand’, die für den Angreifer unüberwindbar ist. Morf hat diesen Punkt verdient. Wie alle anderen setzte er sich während fast zwei Stunden total für diesen historischen Sieg ein. Chapeau! Es folgte grosser Jubel und die Welle der Fans als Tüpfelchen auf dem i.

VBC Pfäffikon – biogas volley Näfels 3:2 (26:28, 16:25, 25:23, 25:13, 16:14)

VBC Pfäffikon: Thomas Hofmann, Stephan Morf, Manuel Hiestand, Severin Pfister, Kevin Allemann, Silvio Schuler, Jan Brunckhorst, Alessio Züger & Marius Inglin

biogas volley Näfels: Noser, Mathis, Wunderle, Baggio, Bedrac, Medic & Straub